Häufig gestellte Fragen

Was ist das Ziel eines Businessplanwettbewerbs?
Bundesweite Businessplanwettbewerbe verfolgen das Ziel, Gründungsaktivitäten auf regionaler und bundesweiter Ebene mit speziellen Netzwerken, abgestimmten Veranstaltungsformaten und einer großen Medienpräsenz positiv zu beeinflussen. Eine 2009 vom BMWi in Auftrag gegebene Studie über die Wirkungen von Gründungsveranstaltungen und Businessplanwettbewerben in Deutschland nannte die Überprüfung von Geschäftskonzepten / Businessplänen / Feedback sowie Kontakt- und Netzwerkfunktionen als wesentliche Effekte von Businessplanwettbewerben, von denen Gründer profitieren.

Wer sollte an Businessplanwettbewerben teilnehmen?
Grundsätzlich jeder, der sich selbständig machen möchte, egal ob in einer High-Tech-Branche oder mit einfacheren Vorhaben. Teilnehmer an Businessplan-Wettbewerben erhalten die Möglichkeit, mit fachkundiger Unterstützung einen tragfähigen Businessplan zu entwickeln. In der Regel sind diese Wettbewerbe zwei- oder dreistufig aufgebaut (promotion Nordhessen: zweistufig). Die Anforderungen an den Inhalt des Businessplans steigen von Stufe zu Stufe und in der Schlussphase winken Preisgelder (bei promotion Nordhessen bis zu 40.000 Euro insgesamt).

Was habe ich davon, wenn ich teilnehme?
Auch wer keinen Preis gewinnt (z. B. Geld), profitiert vom Netzwerk eines Businessplan-Wettbewerbs mit seinem breiten Spektrum an Kontakten, Coaching- und Beratungsleistungen und Veranstaltungen wie Jours-Fixes, Workshops, Seminaren oder Vorträgen. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer im Rahmen des Netzwerks die Möglichkeit, potenzielle Kapitalgeber und Investoren von ihren Konzepten zu überzeugen. Nicht zu unterschätzender Nebeneffekt: Die Geschäftsidee wird auf eine risikolose Art und Weise von einer kompetenten Fachjury geprüft. Weiterhin ist es für viele angehende Unternehmensgründer vorteilhaft, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, über Erfahrungen, Problemstellungen und gemeinsame Lösungswege zu diskutieren.

Warum überhaupt einen Businessplan schreiben?
Der Businessplan (ca. 20 - 30 Seiten) umfasst alle betriebswirtschaftlichen Aspekte, die für eine erfolgreiche Gründung zwingend zu berücksichtigen sind und enthalt eine Strategie zur Umsetzung von Unternehmensgründungen. Kapitalgeber, z. B. Banken oder Business Angels, verlangen immer einen Businessplan, um geplante Gründungsvorhaben auf ihre Tragfähigkeit hin zu überprüfen, er ist somit eine zwingende Entscheidungsgrundlage bei der Kapitalvergabe in fast allen Finanzierungsangelegenheiten.

Warum 2 Wettbewerbsstufen?
Einen Businessplan zu erstellen, erfordert die Berücksichtigung unterschiedlicher Themenkomplexe in den einzelnen Abschnitten, die schrittweise beantwortet werden müssen. Deshalb wird in der 1. Wettbewerbsstufe die Entwicklung und Formulierung des Geschäftskonzeptes (auch Ideenkonzept genannt) gefördert, bei der es überwiegend um saubere Formulierungen zum Geschäftsvorhaben sowie einer gut recherchierten Markt- und Wettbewerbsanalyse ankommt. Das Geschäftskonzept in der 1. Wettbewerbsstufe sollte nicht länger als 5 Seiten sein. In der 2. Wettbewerbsstufe wird der Blick auf die Marketingstrategie, die Meilensteine zur (zeitlichen) Realisierung, der Finanzplan, die Finanzierung und die Stärken-Schwächen-Analyse gerichtet. Der Businessplan umfasst hier ca. 20 - 30 Seiten.

Ideen-, Innovations- und Businessplanwettbewerbe: Wo ist der Unterschied?
Bei Ideenwettbewerben wird primär versucht, die eigentliche Ideenphase zu unterstützen und Geschäftskonzepte zu erarbeiten. Innovationswettbewerbe zielen stärker auf die Entwicklung und Formulierung des Innovationsgrades von neuen Produkten / Dienstleistungen / Erfindungen / KMU ab, mit denen Wettbewerbsvorteile erzielt werden sollen. Businessplanwettbewerbe beinhalten sowohl die Ideen-/Geschäftskonzeptentwicklungsphase als auch die finale Businessplanphase, in der Gründungs- und Wachstumsvorhaben auf ihre Tragfähigkeit überprüft werden. Dadurch steigen die Realisierungschancen erheblich.

Was bedeutet "KMU Wachstum" und "Unternehmensnachfolge" bei promotion Nordhessen?

Neben Unternehmensgründern können auch kleine, mittlere Unternehmen (=KMU) teilnehmen, die ihren ersten Wachstumsschritt planen. Das Unternehmen muss schon mindestens 2 Jahre am Markt sein. Weiterhin fördern wir Unternehmensnachfolger und -übergeber von der Unternehmensnachfolgefinanzierung bis zur Nachfolge selbst. Da unser Netzwerk über umfangreiche Kompetenzen verfügt, sind wir breiter aufgestellt; mit dem nötigen individuellen Fokus auf Ihre Unternehmensphase.

Seit wann gibt es Businessplanwettbewerbe?
Die ersten Businessplanwettbewerbe in Deutschland gab es 1996 in Berlin und München, promotion Nordhessen wurde 1999 / 2000 initiiert und gehört heute zu den ältesten noch laufenden Initiativen seiner Art. Es existieren deutschlandweit noch etwa 6 Businessplanwettbewerbe in der Größenordnung von promotion Nordhessen.

Üben Businessplanwettbewerbe tatsächlich positive Einflüsse auf die Arbeitsmarktsituation / Gründungsaktivitäten aus?

Die Frage muss man dfferenziert beantworten. Fakt ist, dass Teilnehmer von Businessplanwettbewerben nach einem kompletten Durchlauf an Sicherheit, Wissen, Kontakten und einer größeren unternehmerischen Weitsicht profitieren - alles Faktoren, die eine erfolgreiche Realisierung von Gründungsvorhaben erheblich begünstigen und zu mehr Nachhaltigkeit führen. Bei einer Prämierung hat die mediale Aufmerksamkeit schon bei vielen Unternehmensgründern den nötigen Anschub in der Gründungsphase bewirkt - andererseits kommt es nicht selten vor, dass am Ende einer Teilnahme an einem Businessplanwettbewerb das Resultat lautet: überdenke dein Vorhaben lieber nochmal gründlich, lass es im Zweifel lieber sein. Man spricht hierbei von qualifizierten Nicht-Gründungen, die statistisch in Evaluierungen nicht erfasst werden. Da die Bundesrepublik verglichen mit anderen Nationen keine große Gründernation ist, ist man sich (politisch) einig, dass die Gründungsförderung über diese Initiativen wirtschaftlich bedeutsam sind, um andere Mitbürger zum Entrepeneurship (=Unternehmertum) zu motivieren und mit Erfolgsbeispielen Wege aufzuzeigen, wie es geht. Direkt messbar sind Teilnehmerzahlen und daraus entstehende Unternehmensgründungen und Arbeitsplätze. Das BMWi hat 2009 eine bundesweite Studie zum Nutzen von Businessplanwettbewerben und verwandten Initiativen erhoben - als besonderer Nutzen für Teilnehmer wurden Netzwerkfunktionen, das Feedback von Coaches / Gutachter / Juroren sowie die allg. Informationsbeschaffung zur Unternehmensgründung selbst identifiziert.

Konkurrieren Businessplanwettbewerbe mit anderen Institutionen?
Nein, das Gegenteil ist der Fall, meist sind andere Gründungsförderungsinstitutionen in das Netzwerk von Businessplanwettbewerben eingebunden und verweisen auf die jeweiligen Initiativen. promotion Nordhessen arbeitet momentan mit 26 Projektpartnern zusammen, mit dem UniKasselTransfer Inkubator und der IHK Kassel tauscht sich unser Projektteam regelmäßig aus.

Warum gewinnen meist sehr spezielle innovative Unternehmensgründer einen Preis?
Dies hängt mit der heterogenen Teilnehmerzusammensetzung eines Businessplanwettbewerbs zusammen: Innovative Gründungsvorhaben werden i. d. R. von sehr speziellen Gründerteams umgesetzt, die sich mit ihrem Vorhaben über einen langen Zeitraum in der Vorgründungsphase auseinandersetzen, von den Netzwerken eines Businessplanwettbewerbs profitieren und ihren Businessplan vollständig ausarbeiten - einen Businessplan ohne Fehler bekommt man meist dennoch selten zu Gesicht. Liegen den Alleinstellungsmerkmalen von geplanten Gründungs- oder Wachstumsvorhaben abgeschlossene Forschungsergbnisse zugrunde, verfügen diese Vorhaben in Kombination mit einem schlüssigen Marketing- und Finanzkonzept Wettbewerbsvorteile gegenüber Wettbewerbern am Zielmarkt - und somit auch Vorteile gegenüber Wettbewerbsteilnehmer eines Businessplanwettbewerbs.

Was war bisher die verrückteste Anmeldung bei promotion Nordhessen?
Definitiv das Projekt mit den Knasturlauben für Manager: gestresste Manager, die menschlich schon etwas abseits der Realität sind, sollen für einige Tage auf den Boden der Realität unter harten Bedingungen zurückgeholt werden - interessanter Ansatz, in den USA gibts das schon. Leider wurde das Projekt hier nicht umgesetzt.

Muss man Angst haben, dass andere Personen Ideen klauen, wenn Angaben zu Gründungsvorhaben bei Anmeldung oder in Form eines Businessplans eingereicht werden?
Einen 100%igen Schutz vor Ideenklau gibt es nicht. Das ist auch gar nicht nötig, denn nicht jede Idee ist erfolgsversprechend oder kann einfach nachgeahmt werden - meist sind spezielle Kompetenzen nötig, spezielle Partner, spezielle Kontakte und Netzwerke, um innovative Projekte umzusetzen.Täglich achten Unternehmer auf ihre Wettbewerber und versuchen sich Wettbewerbsvorteile zu sichern. Ausrichter von Businessplanwettbewerben sind zur Verschwiegenheit verpflichtet, Gutachter und Coaches, die die Teilnehmer unterstützen, sind es auch und haben kein persönliches Interesse, neue Ideen aus Eigeninteresse zu kopieren - meist stehen vertrauensbildende Maßnahmen für den erfolgreichen Aufbau von Geschäftsbeziehungen im Vordergrund. Patente und Markenschutzrechte bieten nur für einen bestimmten Zeitraum Schutz vor Nachahmern - die Nachahmung und Abwandlung bestimmter Produkte oder Dienstleistungen kann jedoch zur Umgehung dieser Schutzrechte führen.

Wie wird denn entschieden, ob ein Businessplan gut oder schlecht ist?
Hierfür gibt es standardisierte Bewertungsmatrixen, mit denen man relativ schnell zum Ergebnis kommt. Die größten Schwächen bei der Businessplanerstellung liegen häufig in unzureichend dargestellten Markt- und Wettbewerbsanalysen und darauf aufbauend falsche Ableitungen zu Umsatz- und Gewinnerwartungen. Außerdem sind zu erwartende Kosten in den Businessplänen meist zu niedrig angesetzt. Auch die äußere und inhaltliche Form von Businessplänen tragen zur Gesamteinschätzung bei. Vielen Teilnehmern fällt es am Anfang schwer, einen Businessplan vollständig auszuarbeiten - aber Übung macht den Meister.

Welche Organisation richtet den Businesslplanwettbewerb promotion Nordhessen aus?

Zuständig ist die Regionalmanagement Nordhessen GmbH (www.regionnordhessen.de). Unterstützung gibts vom Land Hessen, von regionalen Sponsoren sowie von vielen regionalen und bundesweiten Projektpartnern. Da beim Regionalmanagement Nordhessen viele weitere Projekte mit regionalen Akteuren ins Leben gerufen und umgesetzt werden, sind weitere Netzwerke in den Landkreisen zur öffentlichen Hand sowie zu etablierten, international agierenden Unternehmen vorhanden, die für Wettbewerbsteilnehmer zusätzlichen Benefit ermöglichen.

Welche Sprechzeiten gibt es bei promotion Nordhessen?
Offizielle Sprechzeiten gibt es bei unserem Projektteam nicht. Für individuelle Beratungsgespräche bitte wir um Terminabsprachen: 0561 7663650 oder per Mail: info@promotion-nordhessen.de. Standort: Ständeplatz 13, 34117 Kassel.

Was macht promotion Nordhessen in der XING Kassel Network Gruppe?
Wir veröffentlichen in XING Kassel Network regelmäßig laufende Aktivitäten, sprich Terminankündigungen, Änderungen im Wettbewerbsverlauf etc., um bei Interesse ggf. neue Wettbewerbsteilnehmer begrüßen zu können. XING Kassel Network und XING MaGKs sind seit 2010 Medienpartner von promotion Nordhessen.

promotion Nordhessen ist in mehreren Social Networks aktiv. Wie behalte ich den Überblick über laufende Informationen und Aktivitäten des Businessplanwettbewerbs?

Alle wichtigen Aktivitäten und Informationen, Terminhinweise, Neuigkeiten etc. werden von uns per Newsletter sowie über unser Wettbewerbsportal kommuniziert - so verpassen Sie keine entscheidenden Informationen.

Wie kann ich beim Businessplanwettbewerb promotion Nordhessen mitmachen?
Einfach online anmelden.

Welche Kosten entstehen dabei?
Keine. Garantiert.