Businessplanwettbewerb für Unternehmensgründer

Der bundesweite Businessplanwettbewerb promotion Nordhessen leistet wertvolle Unterstützung durch nachhaltige Förderung neuer Unternehmensgründungen mittels Businessplanberatung, aktivem Netzwerkmanagement sowie der Vermittlung von Gründer Know-how.
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Unsere Preisträger 2009

1. Platz: Autarcon (ehem. Sumewa - Sun meets Water) - Kassel

Sonja Bonnet, Alexander Goldmaier, Florianz Benz

Weltweit haben ca. 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, von denen die meisten in ländlichen Gebieten ohne Netzanschluss leben. Für die Versorgung dieser Menschen sind dezentrale Lösungen aufgrund der Flexibilität und Kostenersparnis gegenüber zentraler Wasserversorgung von entscheidendem Vorteil. Das zukünftige Unternehmen Sumewa GmbH wird photovoltaisch betriebene dezentrale Wasserdesinfektionssysteme als Komplettsysteme herstellen und international vertreiben. Das System bereitet bakteriell verkeimtes Süßwasser zu Trinkwasser auf. Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal ist die Möglichkeit, Daten zur Wasserqualität und Durchflussmenge etc. aufzuzeichnen und per GSM zu übertragen. Zielkunden sind Kommunen, Gemeinden und Haushalte mit eigener Wasserversorgung, Entwicklungshilfe für Entwicklungs- und Schwellenländer, Katastrophenschutz und Tourismusbetriebe.

2. Platz: Kinema - Burghaun

Stefan Zoell

Im industriell produzierenden Gewerbe werden noch heute viele Tätigkeiten im Stehen ausgeführt. Für die Gestaltung und Auswahl von Sitzen ist es deshalb wichtig, dass ein stimmiger Wechsel zwischen verschiedenen Sitzstellungen geboten wird. Dieses kaufendscheidende Kundenbedürfnis wird von dem entwickelten und patentrechtlich geschützten Produktsystem "Kinema" zum lebendigen Sitzen und Arbeiten des Gründers erfüllt und nun zur Serienreife bewegt. Das Produktsystem lässt sich individuellen Körpereigenschaften der Benutzers anpassen, fördert die gesunde Haltungs- und Bewegungsdynamik der Arbeitnehmer und wirkt damit den Nachteilen der Fließfertigung durch geringe Handlungsspielräume, monotone Arbeit und Motivationsproblemen entgegen. Eine Steigerung der Produktionsleistung wird damit begünstigt.

3. Platz: Silbertool GmbH - Hannover

Dr. Christian Korth, Philip Silberkuhl

Seit über 100 Jahren werden Außengewinde maschinell gerollt, d.h. mit hoher Kraft in das Werkstück gedrückt. Gerollte Gewinde sind geschnittenen Gewinden aufgrund des unzerstörten Faserverlaufs qualitativ deutlich überlegen. Dennoch sind Gewindeschneider weit verbreitet, denn bis heute hat niemand ein Handwerkzeug entwickelt, mit dem Außengewinde von Hand gerollt statt geschnitten werden können. Mit dem zum Patent angemeldeten Silbertool-Handwerkzeug ist es erstmalig möglich, neue Außengewinde bis 16mm von Hand an beliebiger Stelle auf runden Werkstücken zu rollen. Ferner können beschädigte Außengewinde bis 36mm innerhalb von Sekunden von Hand zurück in den Originalzustand geformt werden. Dies ermöglicht Reparaturen von Gewindeschäden z.B. an Motorwellen, bei denen heute nur ein Austausch der ganzen Welle möglich wäre.

4. Platz: Phonetec (ehemals Smartlink) - Kassel

Andreas Piralli, Bernd Scheld, Thomas Hohmann, Prof. Dr.-Ing Klaus David

Der technische und wissenschaftliche Fortschritt hat es ermöglicht, dass wir heute bereits mehr als 3 Milliarden Mobilfunkteilnehmer weltweit haben und dass mobile Endgeräte mehr und mehr zum Zugang jedes Einzelnen zur digitalen Welt werden. Die Kernstrategie der Smartlink GmbH ist die Entwicklung einer kontextbezogenen Gerätekopplung. Neben Geldbörse und Schlüsselbund gehört auch das Mobiltelefon zu den Gegenständen des täglichen Gebrauches, das ein Großteil der Bevölkerung ständig bei sich trägt. Der Verlust dieser Gegenstände bedeutet neben einen finanziellen Schaden vor allem Ärger und Zeitverlust. Die Geschäftsidee der Smartlink GmbH vermeidet den Verlust von solchen Gegenständen durch die Kopplung von Geräten durch eine geeignete Funktechnologie und einer entsprechenden Benachrichtigung, sobald eines der Geräte nicht mehr durch die anderen gekoppelten Geräte erreichbar ist.

5. Platz: Air2Energy - Köln

Jan Dabrowsky, Martin Riedel

Air2Energy entwickelt und vermarktet Kleinwindanlagen mit einer Leistung bis zu 1 kW. Diese Anlagen erzeugen mit Hilfe einer innovativen Anlagentechnologie, auch an Orten mit geringen durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten, rentabel Energie. Air2Energy setzt auf die eigens entwickelte Anlagentechnologie, bei der die Windangriffsfläche mittels einer einfachen, rein mechanischen Lösung bei steigender Windgeschwindigkeit verringert wird. Dadurch wird die Belastung der Anlage nahezu unabhängig von der Windgeschwindigkeit konstant gehalten. Die geringen Belastungen ermöglichen es, günstige Materialien einzusetzen. Die Anlagen von Air2Energy werden so konzipiert, dass sie sich unauffällig in die Umgebung integrieren, ohne dabei störende Geräusche zu entwickeln. Kleinwindanlagen sind in den meisten Bundesländern Deutschlands bis zu einer Gesamthöhe von 10 Metern genehmigungsfrei.