Businessplanwettbewerb für Unternehmensgründer

Der bundesweite Businessplanwettbewerb promotion Nordhessen leistet wertvolle Unterstützung durch nachhaltige Förderung neuer Unternehmensgründungen mittels Businessplanberatung, aktivem Netzwerkmanagement sowie der Vermittlung von Gründer Know-how.
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Preisträger 2013

1. Platz: rucksackspende.de - Kassel

Martin Reh, Raphael Schönweitz, Philipp Odernheimer

Das interdisziplinäre Gründerteam hat einen neuartigen medizinischen Rucksack konzipiert, um die medizinische Versorgung speziell in ländlichen Entwicklungsregionen nachhaltig zu verbessern. Der medizinische Rucksack ist in der Lage, hochreines Wasser zur medizinischen Verwendung, Reinigung und Desinfektion von Operationsinstrumenten und Mehrweginfusionsflaschen zu erzeugen sowie Medikamente und Kühlakkus zu kühlen. Ebenso wird die Solarenergie genutzt, wodurch ein autarker und klimaneutraler Einsatz möglich wird. Das Unternehmen wird ein gestaffeltes Produktportfolio, bestehend aus drei aufeinander aufbauenden Rucksacktypen, auf den Markt bringen. Die einzelnen Rucksackkomponenten befinden sich zurzeit im Prototypstadium und werden in der firmeneigenen Entwicklungsstätte optimiert. Die Rucksäcke werden durch finanzstarke Kundengruppen wie Unternehmen, Privatpersonen & Vereine sowie durch Hilfsorganisationen finanziert und den medizinischen Pflegekräften in infrastrukturell schwachen, ländlichen Entwicklungsregionen zur Verfügung gestellt. 

www.rucksackspende.de

2. Platz: HüMa - Kassel

Matthias Kühn, Felix Hüllenkremer, Manuel Mannheim

Durch eine neuentwickelte Fertigungstechnik wird es zukünftig möglich sein, ein verlegefertiges
(Echtholz-) Parkettsystem für Feucht- und Nassbereiche am Markt anzubieten. Teil der Neuentwicklung des hüma-Parkettsystems ist eine multifunktionale Schmalflächenversiegelung des Parketts. Diese gewährleistet eine Abdichtung des Holzes gegenüber eindringendem Wasser und zugleich eine sichere Verbindung der Parkettelemente untereinander. Darüber hinaus ermöglicht die Gestaltungsvielfalt der eingesetzten Kunststoffe eine Verbindungsform, mit der sich die Montagearbeit auf ein Minimum reduzieren lässt. Zugleich unterstützt das passgenaue Ineinandergreifen der Verbindungsgeometrie zusätzlich die Wasserundurchlässigkeit der Fuge. Das Ergebnis sind Massivholz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe, die durch den Verbund die positiven Eigenschaften beider Werkstoffe in einem Produkt vereinen und so den Einsatz von Echtholz in Feucht- und Nassbereichen ermöglichen. Die Vollholz-Komponente erfüllt die Anforderungen an die mechanischen Eigenschaften des Produkts, sowie an das natürliche und ästhetische Erscheinungsbild entsprechend konventionellen Parkettbelägen. Die Gründer haben bereits ein Patent auf das neue Produkt und die Verfahrenstechnik angemeldet.

www.hüma-parkettsystem.de

 

3. Platz: Coffea Tea Company - Kassel

Martin Küster, Karl-Heinz Bartling, Moritz Bartling

Die Geschäftsidee besteht in der Vermarktung von Coffea Tea, einem Kräutertee, gewonnen zu 100 % aus den Blättern und Blätterteilen der Kaffeepflanze „Coffea Arabica“ aus dem äthiopischen Hochland; das mehr als ein Jahrtausend bekannte Produkt hat bisher aber nicht den Weg zu den europäischen Konsumenten gefunden. Die Einzigartigkeit von Coffea Tea besteht darin, dass es wie der Kaffee ein Produkt ist, das seit über tausend Jahren existiert. In Äthiopien ist das Getränk beispielsweise unter dem Namen Quuti als eine Art Nationalgetränk bekannt und geschätzt. Aktuelle umfangreiche Studien mit über 2000 Probanden haben dem Tee aus den Blättern der Kaffeepflanze in ihren Bewertungen Bestnoten und mögliche Heilwirkungen zugesprochen. Dazu zählen bspw. der Schutz vor modernen Umweltgiften sowie die Risikoverringerung von Diabeteserkrankungen. Nach der Ernte durchläuft der Tee im Ursprungsland eine Reihe traditioneller Verarbeitungsschritte. Damit der einzigartige Geschmack und die Natürlichkeit der Sorte erhalten bleiben, wird bewusst auf jegliche maschinelle Bearbeitung im Gesamtprozess verzichtet. Ebenso stammt der Tee von der Coffea Tea Company aus nachhaltiger, EU Bio-zertifizierter Landwirtschaft. Die Coffea Tea Company ist die Erste, die sich mit der kommerziellen Vermarktung dieses außergewöhnlichen Kräutertees beschäftigt. Ein exklusiver Liefer- und Abnahmevertrag mit der äthiopischen Bio-zertifizierten landwirtschaftlichen Genossenschaft, einem Zusammenschluss von ca. 2000 kleinen und mittelgroßen bäuerlichen Betrieben, erfolgte im September 2013 in Addis Abeba, Äthiopien.

www.coffeatea.de

4. Platz: Vistorica - Kassel

Philipp Fritzsche, Shung Zhao, Björn Bockel, Markus Schmitz, Christian Presche Der Kern der Geschäftsidee von Vistorica ist die Entwicklung einer Softwarelösung zur Erstellung von Visualisierungen historischer Gebäude und Anlagen für Schulungen, Stadtführungen und Spiele im Computer. Mittels eines integrierten Baukastensystems werden geschichtsträchtige Gebäude und Umgebungen in einer 3D-Anwendung virtuell aufgebaut, die dann im Ergebnis über das Internet sowie als APP mobil über Smartphones oder Tablet-PCs durch viele Anwender gleichzeitig betrachtet werden können. Der Fokus liegt dabei auf APPs für geschichtliche Reiseführungen und virtuelle Lernspiele. Zur Umsetzung der Idee werden moderne Technik und historische Inhalte kombiniert. Durch die Einrichtung von virtuellen Touren durch Städte, Burgen, Klöster und Ruinen besteht die Möglichkeit, über topaktuelle Technologien einen direkten Vergleich der Realität mit einer 3D-Vergangenheitssicht beispielsweise auf einem Smartphone zu betrachten. Die Besucher können die 3D-Sicht an ihren Standort über GPS angleichen oder in der 3D-Umgebung frei wandern, während sie den vergangenen Glanz einer Ruine eindrucksvoll erleben.

5. Platz: StreamRay - Darmstadt

Sebastian Lemke, Michael Marquardt

Das Projekt StreamRay verfolgt die Entwicklung eines schwimmenden Strömungskraftwerkes, welches durch einen modularen Aufbau vielseitig einsetzbar sein wird. Mittels eines optimierten Rotors und spezieller Leitbleche wird ein hoher Wirkungsgrad erreicht und gleichzeitig eine geringe Eintauchtiefe ermöglicht, um auch sehr flache Gewässer nutzen zu können. Die bauliche Veränderung der Flussumgebung wird dabei auf ein Minimum beschränkt. Anstatt Fließgewässer aufzustauen und den Druck zur Energieerzeugung zu nutzen, wird bei diesem Prinzip eine Turbine durch das vorbeiströmende Wasser angetrieben. Je größer die Fließgeschwindigkeit, desto größer ist dabei der Energieertrag. Die kompakte Bauweise des Systems eignet sich gut zum Transport und stellt somit eine ideale Ergänzung für Solaranlagen, Blockheizkraftwerke und sonstige Formen der dezentralen Energieversorgung dar.

 

 

 

Innovationspreis Mobilitätswirtschaft (Hübner GmbH & Co. KG)

Marco Jung - Kassel

Marco Jung (7.000 Euro)

Das hier ausgezeichnete multifunktionale bidirektionale Ladegerät stellt eine fahrzeugseitige Ladeinfrastruktur dar, die mehrere Energieübertragungstechnologien miteinander vereint und einen bidirektionalen Energiefluss ermöglicht. Durch Nutzung der gleichen Komponenten für eine 1-phasige, 3-phasige und induktive Ladung können die Kosten und das Volumen um jeweils ca. 50% und auch das Gewicht im Vergleich zum Stand der Technik und bei derzeitigen konventionellen Lösungen massiv gemindert werden.

ebee - Berlin

Dr. Henning Heppner, Robert Mitschke
(3.000 Euro)

Ebee entwickelt Ladeinfrastruktur für den öffentlichen Raum, die konsequent auf den tatsächlichen Bedarf zugeschnitten ist und dazu beiträgt, dass der Betrieb von Ladeinfrastrukturen als Geschäftsmodell möglich wird. Durch die Entwicklung einer hoch integrierten Ladepunktsteuerung wird eine Baugröße erreicht, die es ermöglicht, Ladeinfrastruktur in bestehende Stadtmöbel, wie Beleuchtungsmasten zu integrieren. Somit können Ladepunkte im öffentlichen Raum installiert werden, die ohne negativen Einfluss auf das Stadtbild eine private Steckdose substituieren.

www.ebeesmarttechnologies.de


Sonderpreis Dezentrale Energie (SMA AG)

ebee - Berlin

Dr. Henning Heppner, Robert Mitschke
(10.000 Euro)

Ebee entwickelt Ladeinfrastruktur für den öffentlichen Raum, die konsequent auf den tatsächlichen Bedarf zugeschnitten ist und dazu beiträgt, dass der Betrieb von Ladeinfrastrukturen als Geschäftsmodell möglich wird. Durch die Entwicklung einer hoch integrierten Ladepunktsteuerung wird eine Baugröße erreicht, die es ermöglicht, Ladeinfrastruktur in bestehende Stadtmöbel, wie Beleuchtungsmasten zu integrieren. Somit können Ladepunkte im öffentlichen Raum installiert werden, die ohne negativen Einfluss auf das Stadtbild eine private Steckdose substituieren.

www.ebeesmarttechnologies.de