Businessplanwettbewerb für Unternehmensgründer

Der bundesweite Businessplanwettbewerb promotion Nordhessen leistet wertvolle Unterstützung durch nachhaltige Förderung neuer Unternehmensgründungen mittels Businessplanberatung, aktivem Netzwerkmanagement sowie der Vermittlung von Gründer Know-how.
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Preisträger 2016 (innovative Gründungen)

1. Platz: HIGGS - München

Glenn Glashagen, Jakob Bodenmüller, Leon Szeli, Lucas Jacobson

Livestreaming – also Echtzeitübertragung – ist ein Trend, der sich in rasanter Geschwindigkeit verbreitet und sich für das Fernsehen zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz entwickelt. Wer dabei mehr möchte als nur die eine Perspektive, die Facebook und Periscope bieten, greift zu HIGGS: Die erste mobile App, die es ermöglicht, mehrere Kameraperspektiven mobiler Endgeräte live zu streamen.

Bisher ist das streamen aus mehreren Perspektiven mit herkömmlichen Mitteln extrem aufwändig. Zu den Kosten von mehreren tausend Euro pro Tag für ein  Kamera-Team muss ein immenser Personal- und Materialaufwand betrieben werden. Die enorme Komplexität verhindert zudem jegliche Flexibilität und Schnelligkeit.

Anders bei  HIGGS: Bei diesem System  gibt zum einen die "Kameramänner", die mit ihren Smartphones filmen und den "Regisseur", der an seinem Tablet die beste Perspektive auswählen kann. Diese wird dann live auf YouTube, Facebook oder der eigenen Website gestreamt.

Die App basiert auf einer Technologie, die in 3-jähriger Forschungsarbeit am Fraunhofer
Institute for Integrated Circuits (IIS) in Nürnberg-Erlangen entwickelt wurde.

2. Platz: Privalino - Darmstadt

Dr. Nicolai Erbs, Patrick Schneider

Privalino ist eine Software, die Kinder vor Pädophilen schützen soll. Denn diese sollen mithilfe automatisierter Schreibstilanalysen in Foren schnell erkannt werden. Zu den überprüften Merkmalen eines Schreibstils gehören zum Beispiel Anzahl und Typ von Schreibfehlern, Wortlänge, Verwendung von Jugendsprache und der Wortschatz. Diese Merkmale sind für Kinder bzw. Erwachsene spezifisch und können kaum nachgeahmt oder gefälscht werden.

Bei  Auffälligkeiten  wird sofort eine Warnmeldung ausgegeben. Die Eltern oder Moderatoren einer Chatplattform können somit eingreifen, bevor ein Schaden entsteht.

Andere Programme zum Schutz von Kindern im Internet setzen auf Komplettüberwachung. Dies nimmt einerseits viel Zeit in Anspruch und missachtet zudem die Privatsphäre der Kinder.

Vor allem aufgrund der großen Zeitersparnis ist Privalino auch für Forenanbieter interessant, weil diese weniger Administratoren benötigen, um die Kommunikation zu überwachen.

Zielgruppen sind neben deshalb neben den Eltern auch Forenbetreiber, kommerzielle Social Network-Plattformen (z.B. Facebook, Google+, Youtube) und potentiell alle Softwarehersteller, die Chatprogramme entwickeln (z.B. WhatsApp, Facebook Messenger).


3. Platz: Berries Invest - Frankfurt

Mike Brawanski, Jannik Olusoga, Deniz Saner, Fotios Antonos

Im Alltag z.B. an der Supermarktkasse oder im Lokal quasi automatisch bei der Kartenzahlung  investieren: Das ist das Prinzip von  Berries Invest.

Dazu werden die Bankkonten der Nutzer zunächst mit der Berries App synchronisiert und gebuchte Einkäufe bei der Kartenzahlung zum nächsten Euro aufgerundet. Die Round-Ups (Rundungsdifferenzen) werden dann in ein global diversifiziertes Portfolio aus Indexfonds investiert, das auf den nobelpreisgekrönten Standards  basiert.

Nahezu jeder hat schon einmal Kleingeld in einer Spardose gesammelt. Mithilfe der Round-Ups bringt Berries Invest dieses Prinzip in die Welt der elektronischen Zahlungen und des Investierens. Mit dem System soll ein einfacher Weg eröffnet werden,  Investor zu werden und im Alltag Vermögen aufzubauen.

Die Nutzer haben die Möglichkeit, neben den Round-Ups wöchentlich oder monatlich Beiträge zu sparen und langfristig zu investieren. Basierend auf der Risikoeinschätzung des Nutzers und der Laufzeit des jeweiligen Sparziels führt dies zu einer bestimmten Allokation von Aktien und Anleihen.

In der stark wachsenden FinTech Branche ist Berries die erste Plattform, die intelligente
Sparalgorithmen mit der Welt des Investierens verbindet.

4. Platz: timeBuzzer - Kassel

Die Arbeitszeiterfassung ist in zahlreichen Unternehmen von großer Bedeutung. Obwohl unzählige Lösungen dafür entwickelt wurden, gibt es immer wieder Probleme. So werden Arbeitszeiten häufig später erfasst, weil die Bedienung des vorhandenen Systems als nervig oder störend empfunden wird – oder schlicht vergessen wurde. Die Arbeitszeit eines Tages oder für ein konkretes Projekt im Nachhinein „aus der Erinnerung“ zu dokumentieren, kostet nicht nur Zeit, sondern geht auch zu Lasten der Genauigkeitt. Die Folge: Weil ungenaue Zeitabrechnungen nicht fakturiert werden können, kommt es automatisch zu teilweise erheblichen Umsatzeinbußen.

Mit timeBuzzer soll die Zeiterfassung erheblich verbessert werden. Um dies zu erreichen, setzt timeBuzzer auch auf den Spaßfaktor: Mit dem Buzzer, den man aus Quiz-Shows kennt, können während des Arbeitsablaufs die Zeiten für bestimmte Kunden oder Projekte genau erfasst wer-den.

Die timeBuzzer-Lösung ist patentiert und besteht aus der Eingabehardware, einer App für Windows und MacOS sowie einem zentralen Cloud-Dienst. Für mobile Nutzer kann das System auch ohne Buzzer am Notebook oder per Smartphone App eingesetzt werden.

5. Platz: puttview - Hamburg

Lukas Posniak, Christoph Pregizer

Putten bezeichnet beim Golfspiel das finale Einlochen des Golfballs auf dem Putting-Grün. Auf Grund der Neigung des Grüns folgt der Ball einer gekrümmten Bahn (Putt-Linie). Die Einschätzung dieser Putt-Linie ist die größte Herausforderung der Golfer beim Putten.

Mit PuttView kann der Golfspieler die ideale Putt-Linie mit dem realen Lauf des gespielten Balls vergleichen und erhält unmittelbares Feedback über die Schlagausführung. Kein derzeit verfügbares Trainingsgerät ermöglicht ein derart effektives Training.

PuttView soll in zwei Produkt-Ausprägungen angeboten werden: die Indoor-Version wird bereits vermarktet und verwendet für die Visualisierung der Putt-Linie einen Beamer, der an der Decke angebracht ist und senkrecht nach unten auf das Putting-Grün strahlt. Die Outdoor-Version verwendet für die Visualisierung eine Augmented Reality Brille und kann damit direkt auf einem realen Putting-Grün eingesetzt werden.

Das PuttView-System soll direkt an Teaching Professionals vertrieben und auf den Golfplätzen installiert werden. Als zusätzliche Einnahmequelle sollen Schulungen zum Produkt und zum Putt-Training angeboten werden.
 

 

Innovationspreis Mobilitätswirtschaft (Hübner GmbH & Co. KG)

Cyface - Dresden

Armin Schnabel, Dirk Ackner, Dr. Klemens Muthmann

Straßenschäden und Schlaglöcher strapazieren nicht nur die Nerven eines jeden Fahrers, sondern erhöhen zudem den Fahrzeugverschleiß.

Cyface ist die erste deutsche Crowdsourcing-Plattform, mit deren Hilfe aktuelle Straßenzustandsdaten mittels Smartphone erfasst werden können. Die nötigen Daten über den Zustand einer Straße können durch die Aufzeichnung von Erschütterungen während der Fahrt erfolgen. Ein eigens entwickelter Algorithmus verarbeitet die anonymisierten Rohdaten und wertet sie aus. So entsteht ein realistisches und vor allem aktuelles Bild des Straßenzustandes – ohne den Einsatz teurer Messtechnik und durch die Mitwirkung der Bürger.

Ziel ist es, Radfahrern und Autofahrern aktuelle Informationen über Gefahrstellen und schadhafte Straßenabschnitt zu geben und damit eine sicherere Fahrt zu ermöglichen.
Mit dem Crowd-Sourcing-System hat jeder Fahrer die Möglichkeit, selbst
Oberflächendaten aufzuzeichnen und somit wichtige Daten auch für die Mitmenschen zu liefern. Zudem soll Städten und Gemeinden ein Werkzeug zur einfachen Überwachung ihrer Straßenqualität an die Hand gegeben werden.


Umweltpreis (sera GmbH)

Thriving Green - Regensburg

Jens Eckberg, Britta Potthoff, Alexander Zacharuk, Daniel Kotter

Die Region Turkana im Nordwesten Kenias ist der ärmste Teil des Landes. Landwirtschaft ist aufgrund der Hitze, Trockenheit und des Wassermangels nicht möglich. So leidet die Bevölkerung unter Mangelernährung. Eine Produktion von hochwertigen Lebensmitteln vor Ort könnte zur Lösung des Problems beitragen.

Ziel von Thriving Green ist die Etablierung einer Zuchtanlage, die von den Menschen vor Ort selbstständig betrieben wird. Kultiviert werden soll dort Spirulina: Eine extrem anpassungsfähige Mikroalge, die genau wie Pflanzen aus Sonnenlicht Energie gewinnt und getrocknet ein wertvolles Nahrungsmittel ist. Die Mikroalge benötigt wenig Wasser und wenig Dünger, kann nach 25 Tagen geerntet werden, ist kalorienreich und kann auf einer Fläche von einem Hektar rund 1.250 Menschen komplett ernähren.

Um einen erfolgreichen Start der Zucht in Kenia zu ermöglichen, wurde von Thriving Green eine spezielle Starklicht-Zuchtanlage entwickelt, um einen speziell an die Wasserbedingungen des Sees und an die starke UV-Strahlung angepassten Organismus mit optimiertem Nährstoffprofil zu erhalten. Durch Vernetzung über das Internet und eine Auswertung morphologischer Daten, die vor Ort gewonnen werden können, soll der Qualitätsstandard gewährleistet werden.

Mit diesem Projekt will die Organisation die Grundlage für die erfolgreiche Einführung einer neuen Agrarkultur zur Produktion eines Lebensmittels schaffen, mit dem die Mangelernährung und deren Folgen wie hohe Kindersterblichkeit bekämpft werden kann.  

Preisträger 2016 (existenzsichernde Gründungen)

Preisträger: Jonathan Debik - Kassel

Für Kassel hat die bildende Kunst eine ganz besondere Bedeutung: Nicht nur viele der Alten Meister sind hier zuhause, sondern auch der aktuellen Avantgarde wird hier regelmäßig eine Plattform geboten.

Bei Kunst und Kulturgut handelt es sich um einzigartige Zeugnisse der Geschichte, die
besonders im Bereich der bildenden Kunst einen sehr hohen ideellen – aber auch finanziellen Wert besitzen können. Solche Kunstwerke will das Debik-Team für die nächsten Generationen bestmöglich erhalten. Im Fall von Beschädigungen sollen die Kunstwerke ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild wieder angenähert werden.

Zielgruppe der angebotenen Dienstleistungen sind Museen, Galerien und private Sammler. Die Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken soll auf höchstem wissenschaftlichem und berufsethischem Niveau durchgeführt werden. Gearbeitet werden soll auf den Richtlinien des „International Council of Museums“.

Besonderer Wert wird auf modernste Techniken und Methoden gelegt. So bietet das Team bei-spielsweise digitale Zustandserfassungen an.