Businessplanwettbewerb für Unternehmensgründer

Der bundesweite Businessplanwettbewerb promotion Nordhessen leistet wertvolle Unterstützung durch nachhaltige Förderung neuer Unternehmensgründungen mittels Businessplanberatung, aktivem Netzwerkmanagement sowie der Vermittlung von Gründer Know-how.
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Preisträger 2018 (innovative Gründungen)

1. Platz: doks. innovation - Kassel

Benjamin Federmann

doks. innovation hat Lösungen entwickelt, die eine Digitalisierung und Automatisierung von Bestands- und Stammdatenerfassungsprozessen ermöglichen. Dabei werden verschiedenste Scanner und Sensoren u.a. in automatisiert fliegende Drohnen verbaut, in In- und Outboundzonen integriert oder an anderen relevanten Stellen der Logistikprozesse eingesetzt.

Diese Scanner und Sensoren erfassen Daten in Bezug auf die Objekte und deren Eigenschaften, Maße, Volumen, Label und Codes sowie anderweitig relevante Identifizierungsmerkmale und Informationen. Die aufgenommenen Daten werden durch eigens entwickelte Algorithmen analysiert und die Ergebnisse an Planungs- und Archivierungssysteme übertragen; Enterprise Resource Planning Systeme (ERP) und Lagerverwaltungssysteme (WMS) erhalten stets aktuelle Lokalisierungsinformationen.

Eine Managementübersicht (Dashboard) visualisiert den jeweils aktuellen Lagerbestand und bildet jeden historisch aufgenommenen Zustand ab. Dies führt zu mehr Transparenz, einer Beschleunigung aller Planungs- und Diagnoseprozesse und bildet die Grundlage für die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M).

Die Kombination aus automatisiert arbeitenden Trägertechnologien mit Multisensorplattformen sowie spezifizierter Software ist der Schlüssel zu Erfolg für Logistikunternehmen. Dabei kommunizieren beispielsweise Drohnen mit Plattformen für Inventur oder Stammdatenerfassung sowie mit Analyse- und Visualisierungssoftware.

Von den Daten und deren Auswertung profitieren alle beteiligten Parteien. Produzierende und Handelsunternehmen können ihre Lagerhaltung sowie die Logistikprozesse optimal an den Bedürfnissen der Kunden, den Kapazitäten sowie unter Berücksichtigung externer Faktoren und Limitierungen (Ressourcen, Raum und Zeit) ausrichten. Logistikunternehmen und/oder Dienstleister steigern ihre Wirtschaftlichkeit durch die Verwendung der auf Basis der Sensoren erhaltenen (Echtzeit-)Informationen zur Beschleunigung ihrer Prozesse und Vermeidung von Fehlern.

2. Platz: Mapa-Tech - Kassel

Lars Federau, Sven Illing, Markus Pape

Die MAPA-Tech GmbH & Co. KG ist auf die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von Hightech-Sondermaschinen und Systemlösungen mit Fokus auf die Automobilindustrie ausgerichtet. Die umfassende Lösung technologischer Herausforderungen mit kurzer Time-to-Market durch agile Konstruktionsweisen und optimierter digitaler Prozesse, zeichnen das Unternehmen aus. Potenzielle Kunden sprechen dem Unternehmen bereits schon jetzt im Nischenmarkt der FIN-Ritzprägetechnik die Technologieführerschaft zu.

Das primäre Marktsegment umfasst führende Hersteller von Pkw- und Nutzfahrzeugen. Hier positioniert sich die MAPA-Tech GmbH & Co. KG als Systemlieferant und Komplettlösungsanbieter – von der Entwicklung bis hin zur Inbetriebnahme beim Kunden vor Ort und darüber hinaus im After-Sales-Bereich. Das Marktpotenzial im Bereich der FIN-Ritzprägeanlagen (ausschließlich OEM Konzerne) liegt nach eigener Recherche bei mehr als 33 Millionen Euro. Ebenso positioniert sich das Unternehmen im allgemeinen industriellen Sondermaschinenbau als Komplettlösungsanbieter und Dienstleister.

Der Unternehmensname „MAPA-Tech“ setzt sich aus den Initialen des Gründers und Erfinder, Markus Pape, zusammen. Wie er, verkörpert das Unternehmen Erfindertum und Innovation stets unter Betrachtung wirtschaftlicher Aspekte. Die erstklassige Befriedigung der Kundenbedürfnisse steht an erster Stelle, ebenso wie die Fokussierung auf gemeinschaftliche und soziale Werte. Mitarbeiter werden in einer „fordern und fördern“- Unternehmenskultur willkommen geheißen. Auf der Kundenseite will sich die MAPA-Tech GmbH & Co. KG als alternativloser Innovations-lieferant am Markt etablieren.

3. Platz: Pioniernetz - München

Andreas Eberhardt, Nicolas Schwaab, Holger Müller

Die Bereitschaft der Bevölkerung die Energiewende aktiv mitzugestalten ist so hoch wie nie. 92 % der Deutschen halten den verstärkten Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien für wichtig. Trotzdem unterliegen die Eigenerzeugung und der Bezug echter erneuerbarer Energie vielen Restriktionen.

Neben baulichen oder eigentumsrechtlichen Hindernissen sind es insbesondere die hohen Investitionskosten und die geringe Rentabilität, die Bürger heute davon abhalten einen größeren Beitrag zur Energiewende zu leisten und in eine eigene Erzeugungsanlage zu investieren. Hervorzuheben ist dabei die signifikante Senkung der gesetzlichen Einspeisevergütung für erzeugte Energie aus Photovoltaik (PV) im Jahr 2013, die den PV-Boom merklich ausbremste. Die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen wird seit diesem Zeitpunkt hauptsächlich durch den Anteil an eigenverbrauchter Energie bestimmt.

Pioniernetz ermöglicht mit einer neuen, innovativen Lösung aus Hardware, Software und Dienstleistung erstmals das wirtschaftliche, rechtssichere und betreiberfreundliche Teilen von eigenerzeugter Energie mit Nachbarschaftshaushalten. Damit wird der Anteil der vor Ort verbrauchten Energie erhöht, mehr Menschen Zugang zu bezahlbarer, erneuerbarer Energie ermöglicht und bestehende sowie neu installierte PV-Anlagen werden effizienter und rentabler betrieben.

Das Herzstück der sogenannten „Privaten Netzkopplung“ (PNK) ist der Netzkoppler (NK). Dieser ermöglicht eine gesteuerte und galvanisch getrennte Übertragung von eigenerzeugter Energie über eine netzparallele, private Leitung zwischen zwei oder zukünftig mehreren Hausnetzen.

Da der Austausch der Energie nicht über das öffentliche Stromnetz erfolgt, sondern innerhalb einer Kundenanlage nach § 3 Nr. 24a EnWG, entfallen Netzentgelte, Steuern und Abgaben. Dadurch entsteht eine Win-win-Situation für alle angeschlossenen Parteien. Der Stromgeber kann einen höheren Erlös als die gesetzliche Einspeisevergütung erzielen und der Stromnehmer erhält echte erneuerbare Energie zu einem geringeren Preis als über seinen konventionellen Energieversorger.

4. Platz: heat it - Karlsruhe

Lukas Liedtke, Armin Meyer, Stefan Hotz

Ob Mücke, Wespe oder Bremse – Insektenstiche sind unangenehm, jucken, schmerzen und
schwellen an. Die Liste der betroffenen Personen beschränkt sich dabei nicht auf Outdoor-Fans, sondern umfasst jeden, der gerne an der frischen Luft ist, oder auch nur vergisst sein Zimmerfenster in einer milden Sommernacht zu schließen.

Ein weiteres –  scheinbar weit entferntes – Thema sind Herpesviren. Diese führen zu unästhetischen Symptomen, die sich nicht nur unangenehm anfühlen, sondern häufig die Betroffenen im sozialen und professionellen Leben einschränken. Dabei tragen laut WHO ca. 2 von 3 Menschen weltweit das Herpesvirus in sich.

So unterschiedlich diese Leiden sind, gibt es doch ein übergreifendes wissenschaftlich nachgewiesenes Behandlungsprinzip zu deren Bekämpfung: Hyperthermie. Dabei wird die betroffene Hautpartie für wenige Sekunden auf 50°C bis 60°C aufgeheizt. Dadurch werden tierische Gifte zersetzt, die Histaminausschüttung reguliert und in der Folge Juckreiz, Schwellung und Ausbruch von Herpesbläschen sofort massiv verringert. Aus diesem Grund haben die Gründer den »heat_it« entwickelt. Der »heat_it« nutzt den beschriebenen Wirkmechanismus der Hyperthermie.

Da je nach Tier, Hautpartie und Infekt eine unterschiedliche Temperatur (50-58°C) und
Behandlungsdauer (3-15 Sekunden) erforderlich ist, ermöglicht der »heat_it« eine individuelle Heilungsanpassung durch seine Kombination mit dem Smartphone und einer  zugehörigen App.

Zudem ist der »heat_it« wasserdicht und sehr kompakt, da kein eigener Energiespeicher benötigt wird. Der Akku eines Handys reicht für durchschnittlich 500 Behandlungen. Ein Patent für die Erfindung wurde 2017 eingereicht und ist mittlerweile mittels PCT-Anmeldung international erweitert.

4. Platz: skills - Marburg

Hannes Reichelt, Jakob Helbich, Ashishsingh Raja Rai

Seit Anfang 2015 hat Deutschland mehr als 1,6 Millionen Flüchtlinge (Quelle: BPB) aufgenommen. Nach der Phase der Erstaufnahme und der Antragsverfahren folgt nun die wichtige Phase der Arbeitsmarktintegration. Diese Aufgabe erweist sich als große Herausforderung.

Die Mehrzahl der Flüchtlinge bringt schlechte Voraussetzungen für die Arbeitsmarktintegration mit. Handwerkliche Berufe stellen daher eine sinnvolle und attraktive Chance dar. Viele Handwerksbetriebe, Kammern, Berufsschulen und Gemeinden bemühen sich, diese Menschen in ein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis zu bringen. Es gibt deutschlandweit eine Vielzahl an Arbeitsmarktintegrations- und Berufsvorbereitungsmaßnahmen. Die Anforderungen der Berufsschule sind meist zu hoch für die Flüchtlinge und das Bildungsniveau der Teilnehmer oft zu gering, um auch nach Beenden der Maßnahmen eine Berufsausbildung beginnen zu können.

Um eine wirtschaftliche und kulturelle Integration möglich zu machen, sind zwei Kernelemente von größter Bedeutung: erstens, eine sprachliche Grundlage sowie zweitens eine finanzielle Basis mit Aussicht auf eine Zukunftsperspektive. Erstaunlicherweise gibt es bis dato noch keine spezifischen Lehrmaterialien für Flüchtlinge, die explizit auf die Fachsprache und das Handwerk eingehen.

Skills möchte dieser Herausforderung begegnen, indem die Gründer umfangreiches Online-Lehrmaterial und Hilfsmodule für Integrationsmaßnahmen im Handwerk erstellen. Dabei werden die Gründer durch ausgebildete Handwerksmeister, Sozialpädagogen und weiteren Fachkräften unterstützt.

Auf diesem Wege werden den Ausbildern bessere Lehrmaterialien zur Verfügung stehen, staatliche Instanzen, wie z.B. die Bundesagentur für Arbeit (BA), könnten entlastet werden und Betriebe hätten die Möglichkeit, auf strukturierte Vorkenntnisse Ihrer potenziellen Auszubildenden zurückgreifen zu können.

4. Platz: enwork - Marburg

Garvin Schwarz, Jan-Philipp Schröder, Finn Moritz Bätzel

In heutigen Bewerbungsprozessen zeigen sich Probleme sowohl in der Effizienz wie auch in der Nutzererfahrung. Es liegt ein fragmentierter Markt mit inkompatiblen Teillösungen vor und es benötigt aufgrund von Medienbrüchen weitere manuelle Arbeiten. So müssen Unternehmen Daten zwischen ihren eingesetzten Systemen übertragen und Kandidaten dürfen immer wieder dieselben Angaben in die voneinander abgeschotteten Systeme eingeben.

Rund 72% der Unternehmen nutzen keine spezielle Software im Bereich des Recruitings und setzen auf händische Prozesse oder Standard-Software wie Microsoft Excel. Die dadurch entstehenden Ineffizienzen werden durch fragmentierten Informationen, mangelhafte Kommunikation sowie durch technische Fehler weiter verstärkt. Zu den Effizienzproblemen kommen nutzerunfreundliche Prozesse hinzu. Das Ergebnis: eine über 40%-ige Abbruchquote bei heutigen Bewerbungsprozessen.

enwork automatisiert den gesamten Bewerbungsprozess von der Suche bis zur Einstellung auf
einer einzigen Plattform. Für Unternehmen und Kandidaten. Auf diese Weise tritt die Verwaltung von Bewerbungsprozessen in den Hintergrund und es bleibt wieder mehr Zeit für das Wesentliche: den Menschen.

Die Vorteile:
•    Zeit- und Kostenersparnis
•    Unterstützung der Nutzer zur Überwindung von Wissensbarrieren
•    verbesserte Kommunikation
•    individuell anpassbares Matching
•    automatische Prozessdokumentation

Durch ein auf Künstliche Intelligenz (KI)-basiertes Matching von Unternehmen und Kandidaten werden die Suche automatisiert und vorhandene Wissensbarrieren im Bereich des Active Sourcing abgebaut. Daran schließt sich ein frei definierbares Prozessmanagement mit internen und externen Schnittstellen sowie ein verschlüsselter Chat für die gesamte Kommunikation an.

4. Platz: Straffr - Kassel

Hanno Storz, Stefan Weiß, Torben Hellmuth, Volker Valentin

Der Kern der STRAFFR-Idee ist die Entwicklung und Produktion eines smarten Sportgeräts – genauer eines Gummibands, welches mittels Sensorik die Kraft, Wiederholungsanzahl und Geschwindigkeit der ausgeführten Übungen erfasst.

Die Trainingsergebnisse werden anschließend an ein Smartphone gesendet und über eine eigens entwickelte App ausgewertet. Für den Nutzer ergeben sich daraus drei zentrale Nutzenversprechen:

• Motivationssteigerung durch automatische Messung der Trainingsleistung, statistische
Aufbereitung der Erfolge und Vergleich der Trainingsergebnisse mit Freunden/Bekannten

• Zeit- und ortsunabhängige Übungsausführung durch professionelle Darstellung der Übungen in Trainingsvideos

• Individuelles Training nach eigenem Bedarf

Das portable und vernetzte Fitnessgerät, kann zur Branche des E-Health gezählt werden. Zurzeit bestimmen drei Megatrends diese relativ junge Branche. Als Überbegriffe werden hier die Themen steigendes Gesundheitsbewusstsein, Digitalisierung der Gesellschaft und
Gamification durch neue Endgeräte genannt. Diese drei Trends werden auch in naher Zukunft
anhalten und verstärken die Nachfrage nach verschiedenen Produkten, welche die Digitalisierung der gesundheitsfördernden Maßnahmen ermöglichen. Genau an dieser Stelle positioniert sich das STRAFFR-Sportband mit der zugehörigen STRAFFR-App.

Aktuell existiert ein Prototyp der Stufe 2 des STRAFFR-Bands, der durch Senden von validen Messdaten die Funktionsweise beweist sowie das spätere Design veranschaulicht. Im Jahr 2016 wurde bereits ein Patent angemeldet und der dazugehörige Recherchebericht des DPMA bestätigt die Patentierfähigkeit hinsichtlich Neuheit, erfinderischer Tätigkeit und gewerblicher Anwendbarkeit.

Ferner wurde bereits ein erstes Mockup der STRAFFR-App entwickelt.
Die Innovation der Messmethode ist ein elektrisch leitfähiger Kunststoff, welcher die Kraft über die gesamte Länge des Bandes messen kann. Diese Messmethode ist auf dem Markt einzigartig und ermöglicht die Durchführung eines breiten Übungsspektrums und die Variation der Griffbreite, wodurch man den Schwierigkeitsgrad der Übung variabel erhöhen kann.

4. Platz: Lizzy - Schauenburg

Felix Gerhardt, Martin Schiffter, Henry Rau

Lizzy ist ein tragbares Audio-Abspielgerät mit kinderleichter Bedienungsführung. Lizzy ermöglicht jungen Hörern eigenständig ohne Aufsicht der Eltern Musik und Geschichten zu folgen. Die inneren Werte sind hochwertig mit Stereoklang, zudem bietet Lizzy Speicherplatz für viele Stunden Hörgenuss.

Kinder sind begeisterte Konsumenten von Musik und Geschichten. Schon Zweijährige hören gerne altersgerechte Inhalte und innerhalb des Audiomarktes nimmt der Kinderbereich eine bedeutende Größe ein. Tausende Geschichten werden speziell für Kinder produziert, viele davon als Serien. Kleinkinder genießen die selbstbestimmte Auswahl und den Konsum von Geschichten und Liedern. Dennoch sind fast alle Abspielgeräte auf die Bedürfnisse von Jugendlichen und Erwachsenen abgestimmt.

De facto existiert kein Audiogerät, das
- auf die komplett eigenständige Nutzung durch Kinder ausgelegt ist,
- den pädagogischen Grundsatz der Konsumbeschränkung verfolgt
- für die große Vielfalt an Titeln geeignet ist,
- sich durch sehr gute Audioqualität auszeichnet und
- ohne technische Expertise auskommt.

Lizzy verfügt über eine sehr reduzierte, neuartige Steuerung, die bereits Kleinkinder bedienen können und für Erwachsene komfortabel ist. Die Produktion basiert auf nachhaltigen Kriterien. Das Gerät besteht aus Bio-Kunststoff.

Zielkunden sind 6,4 Millionen Kinder zwischen 1 und 10 Jahren. Das Geschäftsmodell lebt von der breiten Verfügbarkeit des Audioangebots und ist leicht skalierbar auf alle erfolgreichen Anbieter.

 

Mobility Solutions (Hübner GmbH & Co. KG)

1. Platz: Volabo - München

Adrian Patzak

VOLABO hat mit der ISCAD-Technologie den ersten E-Antrieb entwickelt, welcher hohe Leistungen bei sicheren Spannungen von 48 V darstellen kann. Dabei ist der Antrieb effizienter und einfacher in der Fertigung als typische Antriebe und benötigt zudem keine seltenen Erden.

Das Besondere an der Technologie von VOLABO ist, dass anstelle von Kupferwicklungen im Stator Aluminiumstäbe zum Einsatz kommen. Diese sind einseitig über einen Kurzschlussring abgeschlossen und bilden einen Statorkäfig; daher auch der Name ISCAD – Intelligent Stator Cage Drive.

Die Stäbe des Stators können durch eine Software individuell angesteuert werden. Dies ist der intelligente Teil des Motors, denn so können die Anzahl der Polpaare variiert werden. Bei herkömmlichen gewickelten Elektromotoren ist dies nicht möglich, da mit der Wicklung eine Polpaarzahl festgelegt wird. Mit ISCAD kann jede Wicklungskonfiguration rein virtuell dargestellt werden – ähnlich einem virtuellen Getriebe. Der Motor kann sich so permanent an das Lastprofil anpassen, wodurch eine bessere Ausnutzung der verfügbaren Batteriekapazität erreicht wird.

Dieses neue Konzept erlaubt den Betrieb bei Spannungen von 48 Volt ohne Leistungseinbußen. Damit liegt der Traktionsantrieb unter der Berührschutzgrenze und kann auch vollkommen gefahrlos im Betrieb berührt werden. Trotzdem können Leistungen bis zu 200 kW abgebildet werden. Durch das niedrige Spannungsniveau ist der ISCAD elektrisch sicher. Es entfallen alle Sicherheitsmaßnahmen, die bei konventionellen Antrieben heute noch zwingend notwendig sind. Hinzu kommt, dass somit der Antrieb – bzw. das Fahrzeug in dem er verbaut ist – darüber hinaus auch günstiger in der Produktion sowie im Betrieb wird.

2. Platz: doks. innovation - Kassel

Benjamin Federmann

doks. innovation hat Lösungen entwickelt, die eine Digitalisierung und Automatisierung von Bestands- und Stammdatenerfassungsprozessen ermöglichen. Dabei werden verschiedenste Scanner und Sensoren u.a. in automatisiert fliegende Drohnen verbaut, in In- und Outboundzonen integriert oder an anderen relevanten Stellen der Logistikprozesse eingesetzt.

Diese Scanner und Sensoren erfassen Daten in Bezug auf die Objekte und deren Eigenschaften, Maße, Volumen, Label und Codes sowie anderweitig relevante Identifizierungsmerkmale und Informationen. Die aufgenommenen Daten werden durch eigens entwickelte Algorithmen analysiert und die Ergebnisse an Planungs- und Archivierungssysteme übertragen; Enterprise Resource Planning Systeme (ERP) und Lagerverwaltungssysteme (WMS) erhalten stets aktuelle Lokalisierungsinformationen.

Eine Managementübersicht (Dashboard) visualisiert den jeweils aktuellen Lagerbestand und bildet jeden historisch aufgenommenen Zustand ab. Dies führt zu mehr Transparenz, einer Beschleunigung aller Planungs- und Diagnoseprozesse und bildet die Grundlage für die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M).

Die Kombination aus automatisiert arbeitenden Trägertechnologien mit Multisensorplattformen sowie spezifizierter Software ist der Schlüssel zu Erfolg für Logistikunternehmen. Dabei kommunizieren beispielsweise Drohnen mit Plattformen für Inventur oder Stammdatenerfassung sowie mit Analyse- und Visualisierungssoftware.

Von den Daten und deren Auswertung profitieren alle beteiligten Parteien. Produzierende und Handelsunternehmen können ihre Lagerhaltung sowie die Logistikprozesse optimal an den Bedürfnissen der Kunden, den Kapazitäten sowie unter Berücksichtigung externer Faktoren und Limitierungen (Ressourcen, Raum und Zeit) ausrichten. Logistikunternehmen und/oder Dienstleister steigern ihre Wirtschaftlichkeit durch die Verwendung der auf Basis der Sensoren erhaltenen (Echtzeit-)Informationen zur Beschleunigung ihrer Prozesse und Vermeidung von Fehlern.


Umweltpreis (sera GmbH)

VARIOKAN – Gießen

Pierre Büttner, Ivana Büttner

VARIOKAN entwickelt das weltweit erste und einzige Kanalsystem, das sich energieautark der Durchflussmenge des Abwassers anpasst und so dessen optimale Fließgeschwindigkeit bei jedem Kanalfüllstand sicherstellt. VARIOKAN wurde 2016 durch M.Eng. Pierre Büttner (technische Geschäftsführung) und M.Sc. Ivana Büttner (kaufmännische Geschäftsführung) als GbR in Gießen gegründet. Die bisherige Kanalisation mit fixiertem Innendurchmesser kann sich den im Tages- und Jahresverlauf schwankenden Abwassermengen nicht anpassen. In Konsequenz sind derartige Kanalleitungen fallweise zu groß oder zu gering dimensioniert, was zu unterschiedlichen Problemen führt (z.B. häufige Kanalreinigung oder Hochwasserschäden). Dadurch entstehen hohe Kosten und ein ständiger Handlungsbedarf bei den Abwasserbetreibern. Die Funktionsweise von VARIOKAN ist einfach: In der Ausgangsform, dem Normalfall bei der Kanalnutzung, minimiert VARIOKAN mittels eines „V-Profils“ den Querschnitt des Kanals. So wird der hydraulisch optimale Betrieb für den Trockenwetterfluss gewährleistet.
Bei Abwasser-spitzen im Tagesverlauf (z. B. morgendliche Duschzeiten) oder Jahresverlauf (z. B. Starkregenereignis) geben die mit Luft gefüllten Kammern unter der Last des Abwassers nach und vergrößern den Querschnitt, so dass das Abwassermehraufkommen schadlos abgeleitet wird. Wenn der Abwasserpegel wieder sinkt, geht VARIOKAN in seine Ausgangsform mit „V-Profil“ zurück („Memory-Effekt“). Das System ist komplett energieautark, es werden keine Aktoren oder Sensoren für die Steuerung benötigt. Stattdessen arbeitet das System ausschließlich mit dem Eigengewicht des Abwassers und vermeidet daher komplett steuerungstechnische Anfälligkeiten. 

 

Preisträger 2018 (existenzsichernde Gründung)

1. Platz: DER KLEINE GOURMET – Marburg

Kim Blecker, Veronika Blecker

Großer Geschmack auf jeden Teller – das ist die Idee das Kleinen Gourmets. Mit Gewürzmischungen, die jedes Gericht auf den Punkt genau auf ein neues Geschmacksniveau
heben. Einfach und schnell. Der Kleine Gourmet bietet eine Lösung für all diejenigen, die zwar gerne zu weniger Fertigprodukten greifen möchten, denen aber das Kochen mit frischen Zutaten schwerfällt und das korrekte Würzen umso mehr. Hier zeigen die hochwertigen Mischungen, dass guter Geschmack natürlich ist und frisch und lecker zu kochen nicht kompliziert sein muss. Die Mischungen sind für jeweils spezifische Gerichte entwickelt worden. Es gibt Mischungen für mediterrane Klassiker wie Bolognese oder Moussaka, aber auch ausgefallene Salz-und-Pfeffer-Mischungen, die nach eigenem Geschmack und für viele verschiedene Gerichte eingesetzt werden können.

Geschmack steht an erster Stelle des Kleinen Gourmets. Alle Gewürzmischungen begeistern mit hervorragendem Geschmack und heben sich von Massenprodukten eindeutig ab. Die Frage »Was alles braucht die perfekte Gewürzkombination?« stellt sich nicht mehr. Auch das Verpackungsdesign ist ein wichtiger Punkt des Kleinen Gourmets. In dem transparenten und eckigem Glas EXISTENZSICHERNDE GRÜNDUNGEN 1. Platz (2.000 Euro): DER KLEINE GOURMET – Marburg sieht der Kunde sofort, was er kauft. Und weil das Platzproblem im Gewürzschrank ein permanenter Begleiter ist: eckige Gläser lassen sich wesentlich platzsparender verstauen. Der Kleine Gourmet begleitet die Kunden auch nach dem Kauf weiter. Regelmäßig werden Rezepte vorgestellt sowie Tipps und Tricks darüber, wie Gerichte am leckersten zubereitet  werden können. Das Rezept-Blog stößt bei den Kunden bereits auf großen Zuspruch. Service ist ebenso wichtig – bei Fragen zum Produkt oder den Rezepten
steht der Kleine Gourmet jederzeit zur Verfügung.

2. Platz: Cafe Katz & Kuchen – Kassel

Das Café „Katz & Kuchen“ soll in Kassel ein Ort der Ruhe, Besinnung, der Freude und des Genusses werden. Die Besucher erwarten neben Kaffee, leckeren Kuchen und Torten sowie herzhaften Speisen auch ganz besondere Gastgeber – die Cafékatzen. Und diese freuen sich über
Besucher sehr. Ob kuscheln, miteinander spielen oder einfach nur als schnurrende Café-Begleitung, die Cafékatzen geben diesem Ort Ihren ganz eigenen wunderbaren Flair.